Grüne fordern energiesparende Weihnachtsbeleuchtung

Die Saar-Grünen haben an die Saarländer appelliert, bei der Weihnachtsbeleuchtung auf energiesparende Leuchtmittel und Zeitschaltuhren zu setzen. Vor allem die Städte und Gemeinden könnten so nicht nur etwas für den Klimaschutz sondern auch für die kommunalen Haushalte tun. Nach Berechnungen des Heidelberger Instituts für Energiedienstleistungen verbrauchten in Deutschland nur die privaten Haushalte in der Weihnachtszeit rund 409 Millionen Kilowattstunden für die zusätzliche Weihnachtsbeleuchtung, eine Strommenge mit der man rund 141.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgen könnte.

Der umweltpolitische Sprecher der Grünen, Klaus Borger, sagte dazu: „Dieser Verbrauch resultiert neben einer allgemeinen „Aufrüstung“ der Beleuchtung auch aus der Wahl wenig energiesparender Beleuchtungsmittel. Wie in anderen Bereichen des Lebens bedeutet energiesparende Alternativen zu nutzen Verantwortung zu übernehmen, und das ohne auf die Weihnachtsvorfreude und die festliche Beleuchtung verzichten zu müssen.“ Vorweihnachtliche Dekoration und Beleuchtung gehörten einfach zur Vorweihnachtszeit und sorgten für eine schöne Atmosphäre in unseren Städten und Dörfern. Doch in der heutigen Zeit müsste es nach Auffassung der Grünen eigentlich normal sein, dass man sich darüber Gedanken macht, wie man das gleiche Ziel mit besseren Mitteln verfolgt.

Auch angesichts steigender Energiepreise sei es daher sinnvoll bei der Weihnachtsdekoration möglichst stromsparende Beleuchtungsvarianten zu wählen. Auch auf Zeitschaltuhren zur zeitlichen Begrenzung der Beleuchtung sollte nach Ansicht der Grünen geachtet werden. Das schone den Geldbeutel und die Umwelt. Eine aktuelle Umfrage habe ergeben, dass die Bevölkerung bei der Beschaffung von elektrischen Geräten immer mehr darauf achtet, ob diese einen geringen Energieverbrauch aufweisen. Borger: „Der Klimawandel ist jetzt auch beim Konsum angekommen. Die Verbraucher zeigen Verantwortungsbewusstsein. Und oft sind es die kleinen Dinge, die Erstaunliches zum Schutz unserer Umwelt beitragen. Jeder kann seinen Beitrag leisten.“

Auch die Kommunen könnten durch den Einsatz innovativer Beleuchtungsvarianten viel Energie und Geld einsparen ohne auf die Beleuchtung verzichten zu müssen. Der Grünen-Politiker nennt hier ein Vorbild in der Schweiz: „Die Stadt Zürich setzt seit wenigen Jahren energiesparende LED-Lichterketten ein und will dadurch den Verbrauch für die Weihnachtsbeleuchtung um 85% verringern. Das ist auch für die saarländischen Städte und Gemeinden durchaus nachahmenswert.“ (Quelle)

Weihnachtsbelechtung in LED